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Hausbau: Gut geplant ist halb gewonnen

Hausbau: Gut geplant ist halb gewonnen Das Wichtigste zuerst: Die Planung des Hausbaus benötigt viel Zeit. Zeit, die Sie sich auch wirklich nehmen müssen. Oft beobachte ich, dass Menschen viel Zeit und Energie in die Auswahl eines TV-Gerätes investieren und alle möglichen Vergleichsportale besuchen, um die besten Angebote zu finden. Beim eigenen Haus hingegen wird das oft anders gehandhabt, obwohl das Projekt Hausbau eines des kostspieligsten in Ihrem Leben sein wird.

Planen und Bauen Ihres Hauses benötigt Zeit

Um den Faktor Bauzeit kommen Sie leider nicht herum. Schon die durchschnittliche Bauzeit für ein Ziegelhaus beträgt laut Studien drei Jahre. Da aber bei diesen Studien unklar ist, auf welchen Daten sie basieren, halte ich sie für bedingt brauchbar. Meiner Meinung nach ist es schwierig, Hausprojekte zu erfassen, die aufgrund von Geldmangel für längere Zeit ausgesetzt wurden.

Übliche Schätzungen zu Bauzeiten gehen von zwei Jahren aus. Die persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass es mit Baufirmen und Handwerkern in rund 18 Monaten möglich ist, ein Haus zu bauen. Wichtig ist, dass Sie mehr Puffer einrechnen und eher pessimistisch planen. Dann sind Sie nicht enttäuscht, wenn das eine oder andere länger dauert oder später beginnt. Sollten die Puffer nicht benötigt werden, freuen Sie sich umso mehr, wenn Sie früher als geplant einziehen können.

Ideal ist es auch, wenn der Hausbau zügig vorangeht und nicht in Etappen. Es ist zwar verlockend, nach dem Rohbau zuerst das Erdgeschoss auszubauen und das Dachgeschoss später, aber das wird teurer. Warum? Vergessen Sie nicht die jährlichen Gehaltserhöhungen und die steigenden Preise für das Baumaterial!

Alternativen zum Hausbaumonat März

Die meisten Bauherren beginnen mit Ihrer Planung im Spätsommer oder Herbst. Gleichzeitig beginnt die Geldbeschaffung aus vorhandenem Privatvermögen und notwendiger Finanzierung durch eine Bank, denn kaum ein Bauherr hat das komplette Kapital auf der hohen Kante. Der Hausbau selbst beginnt anschließend meist im Frühling, ein klassischer „Hausbaumonat“ ist der März.

Die Baubranche hat sich natürlich darauf eingestellt und dementsprechend sind die Preise im Frühling höher. Bei den Herstellern von Fertigteilhäusern kann das sehr schön beobachtet werden: Nach dem Sommer gibt es oft einen Preisnachlass, wenn Sie noch bis Ende Dezember einen Vertrag unterzeichnen. Im Frühling werden Sie so etwas nicht mehr sehen.

Auch beim Hausbau mit Ziegel durch einen Baumeister können Sie dieses Wissen zu Ihren Gunsten nutzen. Mein Tipp: Direkt nach der Planung die Verträge mit den Firmen abschließen und am besten einen Fixpreis/Pauschalpreis vereinbaren. Auch die Firmen haben etwas davon, denn im Herbst wollen sie ihre Auftragsbücher für das Folgejahr füllen, um nicht im Frühling unter Stress noch Aufträge an Land ziehen zu müssen.

Grobe zeitliche Einteilung des Baufortschritts

Hier finden Sie eine grobe Einteilung des Baufortschritts. An diesen sechs Ausbaustufen können Sie sich für Ihre Planung orientieren. Diese grobe Einteilung berücksichtigt nicht die Lieferzeiten, welche bei einigen Gewerken einzuplanen sind.

  • Bauphase 1: Grundstück baureif machen, Keller, Rohbau, Erd- und Dachgeschoss, Dach- und Spenglerarbeiten; ca. 10 Wochen
  • Bauphase 2: erster Teil der Sanitär- und Heizungsinstallation, Elektroinstallation, Türzargen, Fenster; ca. 3-4 Wochen
  • Bauphase 3: Treppeneinbau, Schlosserarbeiten, Innenputz, Estrich, Außenputz; ca. 2 Wochen
  • Bauphase 4: Bad, Fliesen, Innentür, Haustür; ca. 4 Wochen
  • Bauphase 5: Maler- und Tapezierarbeiten; ca. 4 Wochen
  • Bauphase 6: Kücheneinbau, zweiter Teil der Sanitär- und Heizungsinstallation, Lampen, Böden, Innentüren, Hausreinigung, Garten, Abnahme, Mängelbeseitigung, Schlüsselübergabe; ca. 4 Wochen

Fazit: Zeit nehmen, aber nicht zu lange warten

Nehmen Sie sich bei Ihrem Hausbauprojekt Zeit für die Planung und rechnen Sie genügend Puffer ein. Auf der anderen Seite sollten Sie so bald wie möglich mit den Ausschreibungen beginnen, um im Spätsommer noch die Firmen beauftragen zu können. Dadurch nutzen Sie den Preisvorteil, den Sie in Form von Pauschal-/Fixpreisen festhalten sollten. Im Frühling des Folgejahres wird es sonst aufgrund der jährlichen Preiserhöhungen empfindlich teurer.

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