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Tipps zum Finden des „perfekten“ Baugrundstücks: Teil 2

Tipps zum Finden des „perfekten“ Baugrundstücks: Teil 2 Haben Sie schon – wie im ersten Teil beschrieben – Ihre Anforderungen an Ihr Grundstück erfasst? Vielleicht haben Sie sogar das eine oder andere Grundstück besucht und mit den Nachbarn gesprochen? Sehr gut, aber es gibt noch viel mehr zu beachten, damit Sie das „perfekte“ Grundstück kaufen und es hoffentlich nicht zum Alptraum wird.

Welche Art von Grundstück ist das hier?

Der Flächenwidmungsplan gibt Auskunft darüber, ob die Fläche, auf der Sie bauen möchten, als Bauland gewidmet wurde oder es sich noch um Grünland handelt. Je nach Widmung der Grundstücke ergeben sich auch Einschränkungen. Zusätzlich zum Flächenwidmungsplan gibt es den Bebauungsplan. Dieser Plan regelt zusätzliche Einzelheiten zu Gebäudeart (Ein- oder Mehrfamilienhaus), Anzahl der erlaubten Geschosse, maximale Bauhöhe, wo auf dem Grundstück das Haus stehen darf, Abstand zur Einfriedung, usw. Unter Umständen passt das eventuell nicht zu Ihren Vorstellungen von Ihrem Haus. Zum Beispiel wollen Sie den Garten gerne hinter dem Haus haben, der Bebauungsplan sieht vorne aber mindestens 20 m Abstand vor.

Naturdenkmal und Denkmalschutz

Vergewissern Sie sich, dass bereits vorhandene Bäume nicht unter Naturdenkmalschutz stehen und somit die Platzierung des Hauses einschränken. Manche Städte und Gemeinden verbieten sogar das Fällen der Bäume oder erlauben es nur unter bestimmten Voraussetzungen. Steht dann ein Baum im Weg, kann er nur kostspielig ausgegraben und auf dem Grundstück versetzt werden.

Sollten Sie ein Grundstück ins Auge gefasst haben, auf dem bereits ein Haus steht, könnte dieses unter Denkmalschutz stehen, was Ihre Möglichkeiten sehr einschränkt. Ein Abriss ist nicht möglich und eine Renovierung ist mit vielen Auflagen der Behörden verbunden. Details zu diesem Spezialfall können Sie hier nachlesen.

Grundbuch prüfen, sonst gibt es Überraschungen

Ein Auszug aus dem Grundbuch liefert Ihnen sehr viele Informationen über das angedachte Grundstück. Darin sind vor allem unschöne Themen vermerkt wie Auflagen. Solch eine Auflage kann zum Beispiel ein Wegerecht sein, wie bspw. eine Zufahrt für einen Nachbarn. Diese Fläche fällt für Ihre private Nutzung somit weg!

Es sind auch diverse Beschränkungen im Grundbuch vermerkt, wie zum Beispiel ein Belastungs- und Veräußerungsverbot. Es sind auch alle Hypotheken, die auf dieses Grundstück laufen, angeführt. Wenn Hypotheken auf ein Grundstück laufen, dann muss auf jeden Fall geklärt werden, was damit bei einem Kauf passiert. Entweder spiegelt sich dieses Risiko (Hypothekshöhe) im Kaufpreis wider, oder  der Verkäufer beseitigt die Belastung, indem er diese tilgt oder mit der Bank bezüglich einer Übertragung auf ein anderes Grundstück verhandelt.

Zusammengefasst: Das „perfekte“ Grundstück

Lassen Sie sich Zeit und besuchen Sie das oder die Grundstücke Ihrer Wahl öfters. Reden Sie mit den Nachbarn, um einen Gesamteindruck der Umgebung zu bekommen. Prüfen Sie auch das Grundbuch, damit Sie nicht die Katze im Sack kaufen und eine Hypothek ungewollt „geschenkt“ bekommen. Wichtig ist auch, dass Sie sich von Behörden, vom Verkäufer und vom Notar alles schriftlich geben lassen, um im Streitfall etwas in der Hand zu haben. Ich hoffe, dieser Artikel hilft Ihnen, das für Sie „perfekte“ Grundstück zu finden.

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